DGSA

Veröffentlichungen

Stellungnahmen

Stellungnahme des Vorstands der DGSA zur aktuellen Situation in der Türkei

Insbesondere zum Umgang mit Hochschulangehörigen in der Türkei

Wir sind besorgt und entsetzt über die politischen Entwicklungen in der Türkei. Bereits vor dem Militärputsch hat der Druck auf die Wissenschaft zugenommen. Seit der Petition die hunderte Akademiker_innen in der Türkei verfasst haben mit der Aufforderung an die türkische Regierung, den bewaffneten Konflikt mit der verbotenen PKK im Südosten des Landes zu beenden, gelten sie als „Vaterlandsverräter“ und werden öffentlich als „Möchtegern-Akademiker“ diffamiert. Bereits damit begannen Entlassungen, Verhaftungen und Anklagen wegen Terrorpropaganda.  

Am 19.7. wurde die Entlassung von 1.577 Universitäts-Dekanen angeordnet. Universitätsangestellte dürfen nicht mehr ausreisen. Türkische Akademiker_innen, die im Ausland arbeiten, sollen zurückkommen. Wer nicht heimkehrt, macht sich verdächtig. Dies ist ein Generalverdacht gegen Wissenschaftler_innen und Intellektuelle.  

Wir fühlen uns mit den betroffenen Hochschulangehörigen tief verbunden und versichern ihnen unsere Solidarität. Mit Sorge sehen wir, wie mit einem Streich die langjährigen Kooperationen, Austauschbeziehungen und gemeinsamen Lehr- und Forschungsprojekte zwischen Deutschland und der Türkei in Gefahr geraten und aktuell akut verhindert werden. Gerade im Bereich der Sozialen Arbeit, die erst seit den 2000er Jahren systematisch in der Türkei aufgebaut wird, sind nun vielfältige Kooperationsprojekte in Gefahr.  

Wir rufen die türkische Regierung dazu auf, die Repressionen und Verfolgungen zu stoppen und die demokratisch legitimierte Freiheit von Forschung und Lehre in der Wissenschaft nicht einzuschränken.    

21. Juli 2016   Für den Vorstand:

Prof. Dr. Michaela Köttig

Prof. Dr. Barbara Thiessen      

Weitere Stellungnahmen siehe:  

www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-praesident-protestiert-gegen-umgang-mit-hochschulangehoerigen-in-der-tuerkei-3999/  

www.eua.be/Libraries/press/eua-statement-condemning-the-forced-resignation-of-1577-university-deans.pdf


Stellungnahme der DGSA zur Psychotherapieausbildung

 

Stellungnahme der DGSA zum CHE-Hochschulranking

 

Stellungnahme des Fachbereichstages Soziale Arbeit (FBTS) zur Einsetzung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR)

 

Stellungnahme der Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und der Kommission Sozialpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) zur Lage der Sozialen Arbeit an den bundesdeutschen Hochschulen

Mit der Stellungnahme reagieren die Vorstände aus den beiden für die Soziale Arbeit relevanten bundesdeutschen wissenschaftlichen Fachgesellschaften auf die Zuspitzung der Situation an den hiesigen Hochschulen. Soziale Arbeit kann aber nur auf Basis einer breiten wissenschaftlichen Basis und entsprechenden akademischen Ausbildung von professionellen Fachkräften erbracht werden. Daher ist diese wissenschaftliche Grundlegung der hochschulischen Ausbildung in den nächsten Jahren nachhaltig zu sichern und weiter auszubauen. Auf diese Forderung zielen die beiden Vorstände mit der beiliegenden Stellungnahme.