DGSA

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Was ist Inklusion?  

Tagungsveranstaltung an der Hochschule Düsseldorf

Über 450 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutierten auf der diesjährigen zweitägigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) in 40 Panels die Perspektiven der Sozialen Arbeit auf Inklusion. 230 Vortragende präsentierten dabei ihre Positionen in Form von Workshops, Vorträgen und Posterpräsentationen. Die bislang größte Tagung der DGSA fand am neuen Campus der Hochschule Düsseldorf statt, am Fachbereich der Sozial- und Kulturwissenschaften.  

Die politische Dimension der Inklusion von heute

Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, und Burkhard Hintzsche, Sozialdezernat und Stadtdirektor der Landeshauptstadt Düsseldorf stellten die politische Dimension der Inklusion in ihren Grußworten in den Vordergrund. Beide unterstrichen die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit von Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit mit der Politik, um den Normen und ökonomischen Werten, die zu verletzbaren Positionierungen führen, etwas entgegensetzen zu können.   Integration – und zwar ihr dichter Begriff, der eine gemeinsame Erfahrungsgeschichte unter zufällig herrschenden Werten bedeutet – ist laut Micha Brumlik, em. Professor an der Goethe Universität Frankfurt a.M., das, was die Gesellschaft zusammenhält. Michaela Köttig, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit und Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences, diskutierte das Problem der Anerkennung unterschiedlicher Erfahrungen unter Berücksichtigung der Historizität der Differenzlinien. Diese politische Dimension der Inklusion setzte sich in den Panelvorträgen fort. Kerstin Oldemeier aus dem Deutschen Jugendinstitut präsentierte am Beispiel der bislang größten deutschen Studie über Coming-out von Jugendlichen, wie es möglich ist, eine quantitative Fragebogenerhebung inklusiv zu gestalten, nämlich indem andere Optionen als nur die Zweigeschlechtlichkeit weiblich/männlich berücksichtigt werden, Optionen, die die Befragten selbst definieren können. Yvette Völschow, Silke Brigitta Gahleitner, Katharina Gerlich und Mascha Körner stellten ihre multidisziplinär und institutionsübergreifend angelegte Studie über Opfer von Menschenhandel zum Zwecke sexueller Ausbeutung vor und diskutierten kritisch die Beratungsangebote und Begleitungsangebote mit dem Ziel der Teilhabe. Dies sind nur zwei Beispiele aus den 40 Panels.  

Die diesjährigen Highlights

Zu den diesjährigen Highlights der Tagung zählt der Film über das 25 jährige Bestehen der DGSA, der in Kürze auch auf YouTube zugänglich sein wird. Darüber hinaus wurde ein neuer Vorstand gewählt. Prof. Dr. Sabine Stövesand (HAW Hamburg) und Prof. Dr. Gudrun Ehlert (Hochschule Mittweida) wurden aus dem Vorstand verabschiedet. Die neuen Vorsitzenden sind Prof. Dr. Michaela Köttig (Frankfurt University of Applied Sciences) und Prof. Dr. Barbara Thiessen (Hochschule Landshut). Der Vorstand gewann neue Beisitzerinnen in Prof. Dr. Sonja Kubisch (TH Köln) und Prof. Dr. Claudia Steckelberg (Hochschule Neubrandenburg).  

Eine selbstkritische Perspektive der Sozialen Arbeit auf Inklusion

„Wie inklusiv hätten Sie’s gerne?“ lautet die Frage der Abschlussveranstaltung. Was braucht die Soziale Arbeit, um sich weiterhin für gleichberechtigte Teilhabe und soziale Gerechtigkeit in dieser Gesellschaft einzusetzen. Für María do Mar Castro Varela, Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin tragen die selbstkritischen Instrumente zur Weiterentwicklung der Disziplin und der Profession der Sozialen Arbeit und zur Transformation der Gesellschaft bei. Soziale Arbeit, fährt sie in Anlehnung an Michel Foucault fort, brauche theoretische Strategien um zu erforschen, ab wann für wen etwas wodurch zum Problem geworden ist. Dem schließt sich auch Ruth Enggruber an, Professorin an der Hochschule Düsseldorf, indem sie fragt, inwiefern Soziale Arbeit mit der Inklusion Etikettierungen und Stigmatisierungen unterstützt und selbst Ausgrenzungen produziert. Clemens Dannenbeck, Professor an der Hochschule Landshut, betont, dass Inklusion eher ein Prozess und kein Zustand ist. Die damit verbundenen gesellschaftlichen Aufgaben sind nie abschließbar und erfordern die Solidarität der Beteiligten. Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, bestätigt die wichtige Rolle kritischer Wissenschaft und Forschung in diesem Feld und fordert Institutionen und Bürger_innen auf, ihre Einflussfelder zur Förderung von Teilhabe und Gerechtigkeit zu erkennen und aktiv zu gestalten. Was braucht die Soziale Arbeit bei diesem Prozess? Vielleicht kann diese Frage mit den Worten von Ruth Enggruber beantwortet werden, die sich wünscht, dass die Studierenden der Sozialen Arbeit so ausgebildet werden, dass sie ihre kritischen Perspektiven auch im Kontext restriktiver Institutionen beibehalten.  

Der Vorstand der DGSA  

Pressekontakt:

Kontaktperson seitens des DGSA Vorstands für Presseanfragen: Prof. Dr. Christian Spatscheck christian.spatscheck@hs-bremen.de  

Weitere Informationen zur Tagung und zur DGSA finden Sie auch unter: www.dgsa.de Die DGSA –

Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit e.V. ist eine wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung der Sozialen Arbeit. Als Fachforum bietet sie einen Ort für systematische Diskussionen und Auseinandersetzungen zur Sozialen Arbeit. Sie führt etwa 500 Mitglieder und ein größeres Fachpublikum aus Praxis, Lehr und Forschung der Sozialen Arbeit für einen regen Austausch in ihren Sektionen, Fachgruppen, Tagungen, Kolloquien und Publikationen zusammen.

DGSA Jahrestagung 2016

29./30.04.2016 am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf

Ab sofort ist die Anmeldung für die Jahrestagung 2016 der DGSA zum Thema „'Inklusion ist ...' – Perspektiven und Positionen der Sozialen Arbeit“ möglich. Diese wird vom 29. bis 30.04.2016 am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf stattfinden. Das detaillierte Programm mit der Panelübersicht finden Sie dann zeitnah auf unserer Webseite. Hinweisen möchten wir an dieser Stelle darauf, dass wir – wie auch in den letzten Jahren – die Teilnahme von Bachelorstudierenden Sozialer Arbeit kontingentieren müssen. Es werden 100 Plätze für diese Studierende zur Verfügung gestellt. Sollten Sie mit Gruppen von Studierenden zur Tagung kommen wollen, so empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass pro Hochschule die Gruppe nicht mehr als 15 Studierende groß sein sollte. Wir freuen uns auf eine spannende Tagung und den kollegialen Austausch und danken an dieser Stelle bereits den Kolleginnen und Kollegen vom Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf für die Zusammenarbeit bei der Tagungsorganisation.

Call for Papers: DGSA Jahrestagung 2016

29./30.04.2016 an der Hochschule Düsseldorf


Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) an der Hochschule Düsseldorf 29. und 30. April 2016

„Inklusion ist …“ – Perspektiven und Positionen der Sozialen Arbeit

Aktuell ist die Gestaltung von Inklusionsverhältnissen eine öffentlich viel diskutierte Thematik, die auch eine zentrale fachliche Aufgabe der Sozialen Arbeit ist. Dabei ist der Inklusionsbegriff vielfältig, schillernd und in vielen Bereichen immer noch ungeklärt, wenngleich er insbesondere in Abgrenzung zum Begriff der Integration diskutiert wird.

In verschiedenen Theorieperspektiven in der Sozialen Arbeit wird der Begriff der Inklusion bereits direkt oder indirekt aufgegriffen, etwa in den Ansätzen der Systemtheorie, der Forschung zu sozialer Ungleichheit, den Disability-Studies sowie Ansätzen zu Diversity und Intersektionalität. Normativ geprägte Theoriemodelle, insbesondere jene, die von Sozialer Arbeit als Gerechtigkeits- oder Menschenrechtsprofession ausgehen, thematisieren ebenfalls implizit oder explizit Inklusion. Sie fordern dazu auf, über bestehende Verhältnisse hinauszudenken, soziale Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen zu realisieren und genau dort anzusetzen, wo dies noch nicht erreicht ist.

Obwohl auf politischer Ebene bereits seit Anfang der 1990er Jahre zahlreiche Rahmensetzungen und Programmatiken die Umsetzung von Inklusion als gesellschaftliche Vision und Aufgabe thematisieren – etwa die bildungspolitischen Leitlinien der UNESCO zu inklusiver Bildung oder die Lissabon-Erklärung der EU zu sozialer Kohäsion – wurde Inklusion scheinbar erst durch die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu einem breiter diskutierten Thema in der Sozialen Arbeit.

In der Praxis stehen viele Träger aktuell vor der Aufgabe der Umsetzung von Inklusionskonzepten im Kontext der dafür oft fehlenden Ressourcen. Inklusion wird bislang vor allem in der Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie und der inklusiven Beschulung diskutiert, wesentlich seltener jedoch in Bezug auf soziale Ausgrenzungsprozesse als solche. Bislang besteht wenig systematisches Wissen über die Umsetzung und Gestaltung von Arrangements zur Förderung von Inklusion. Auch die Perspektive von Adressat_innen auf Inklusionsverhältnisse und -arrangements sind noch wenig erforscht.

Vor diesem Hintergrund schafft die DGSA Jahrestagung 2016 ein Forum, in dem der Inklusionsbegriff möglichst breit diskutiert und auf verschiedene Handlungsfelder der Sozialen Arbeit bezogen werden soll. Dabei sollen auch die mit Inklusion verbundenen politischen Interessen kritisch reflektiert werden. Und auch die Soziale Arbeit selbst soll als potentielle Agentin von Ausgrenzungsprozessen in den Blick genommen werden. Generell verfolgt die Tagung das Ziel, Inklusion sowohl aus theoretisch-konzeptioneller als auch empirischer und handlungspraktischer Perspektive zu diskutieren.

Vor allem die folgenden Themenschwerpunkte und Fragestellungen sollen dort vertiefend thematisiert werden:

  • Inklusion und wissenschaftliche Diskurse: Welche Konzepte, Modelle, Begriffe, Kritiken und Thematisierungen von Inklusion sind in Theoriediskursen vorhanden?
  • Inklusion und politische Programmatiken: Wie sind Inklusionsmodelle im Kontext aktueller sozialpolitischer Programmatiken und Interessen zu bewerten?
  • Inklusion und Praxisfelder Sozialer Arbeit: Wie werden Inklusion und die Dimensionen der Ausgrenzung in unterschiedlichen Handlungsfeldern thematisiert und bearbeitet?
  • Inklusion und institutionelle Strukturen Sozialer Arbeit: Welche fachlichen, personellen, organisatorischen, räumlichen, mentalen oder sprachlichen Aspekte sind relevante Faktoren für die Entwicklung von Inklusionsmodellen in der Sozialen Arbeit?
  • Inklusion und professionelles Handeln Sozialer Arbeit: Welche inklusionsbezogenen Konzepte, Zielstellungen, Orientierungen sind hinsichtlich des professionellen Handelns identifizierbar? Welche Dilemmata und Ambivalenzen treten dabei auf?
  • Inklusion und Adressat_innen Sozialer Arbeit: Wie betrachten Adressat_innen Inklusionskonzepte? Wie werden Ausschlüsse und Normalisierungspraxen entlang von Differenzlinien praktiziert?
  • Inklusion und Macht: Wie können Machtverhältnisse und strukturelle Ungleichheit in Bezug auf Inklusion diskutiert und gestaltet werden?

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit vom 29. bis 30. April 2016 in Düsseldorf bietet ein Forum für die Präsentation und Diskussion empirischer, theoretischer und anwendungsorientierter Fragen und Zugänge zum Thema.

Wir möchten Interessierte herzlich einladen, sich den mit diesem Thema verbundenen Fragen in der Sozialen Arbeit auseinander zu setzen. Von den Sektionen und Fachgruppen der DGSA können Panels zu diesem Thema gestaltet werden. Ebenso können Beiträge von Einzelnen (Vortrag sowie Posterpräsentation) eingereicht werden.

Vorschläge für Panels (1,5h inkl. Diskussion), Einzelbeiträge (20 Minuten plus Diskussion) und Posterpräsentationen sind bis zum 03.10.2015 an Prof. Dr. Barbara Thiessen (barbara.thiessen(at)haw-landshut.de) einzureichen. Sie müssen folgende Informationen enthalten:

Panels:

  • Verantwortliche
  • Kontaktdaten
  • Paneltitel
  • Kurzbeschreibung des Panels (600 Zeichen)
  • Referierende (nicht mehr als drei Beiträge)
  • Jeweils Vortragstitel und -beschreibungen in Lang- und Kurzfassung (2000 sowie 600 Zeichen)

Einzelbeiträge:

  • Vortragende/Vortragender
  • Kontaktdaten
  • Vortragstitel
  • Vortragsbeschreibung in Lang- und Kurzfassung (2000 sowie 600 Zeichen)

Posterpräsentationen:

  • Präsentierende/Präsentierender
  • Kontaktdaten
  • Präsentationstitel
  • Präsentationsbeschreibung in Lang- und Kurzfassung (2000 sowie 600 Zeichen)

Hinweis: Auch Vortragende müssen einen reduzierten Tagungsbeitrag entrichten; DGSA-Mitglieder erhalten eine Ermäßigung.

Beitrag im Deutschlandfunk

30.04.2015 im Deutschlandfunk


Am 30.04.2015 lief abends ab 20.10 Uhr der Beitrag von Anke Gundelach über das Tagungsthema der Jahrestagung in Würzburg im Deutschlandfunk.


Auf der Internetseite „Würzburg erleben“ finden Sie einen Bericht über die Jahrestagung.


Auf der Jahrestagung wird es zu Beginn und zum Abschluss jeweils eine keynote geben, die in das Thema einführt bzw. das Thema abschließt. Wir freuen uns, dass wir zwei ausgewiesene Expert_innen dafür gewinnen konnten. Die Lebensläufe der beiden keynote speaker finden sie an dieser Stelle zum download.


Hier finden Sie die Panelliste für die Jahrestagung 2015 in Würzburg.

Jahrestagung 2015 in Würzburg

24.-25.04.2015 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg


Anmeldung zur Jahrestagung 2015 in Würzburg ab sofort möglich

Von nun an ist die Anmeldung für die Jahrestagung der DGSA an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg vom 24. bis 25.04.2015 möglich.

Bitte benutzen Sie zur Anmeldung das Formular in dem Flyer mit dem Rahmenprogramm.

Diejenigen, die einen Beitrag auf den CfP eingereicht haben, werden noch in diesem Jahr informiert, ob ihr Beitrag angenommen wurde. Das detaillierte Programm mit der Panelübersicht finden Sie dann ab Ende Januar an dieser Stelle.

Hinweisen möchten wir an dieser Stelle darauf, dass wir – wie auch in den letzten Jahren – die Teilnahme von Bachelorstudierenden Sozialer Arbeit kontingentieren müssen. Es werden 100 Plätze für diese Studierende zur Verfügung gestellt. Sollten Sie mit Gruppen von Studierenden zur Tagung kommen wollen, so empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass pro Hochschule die Gruppe nicht mehr als 15 Studierende groß sein sollte.

Wir möchten Sie bitten, die Tagung zusammen mit dem übersandten Flyer in ihren eigenen Netzwerken zu bewerben. Gerne können Sie auch gedruckte Exemplare des Flyers sowie Plakate zur Tagung bei der Geschäftsstelle anfordern.

Wir freuen uns auf eine spannende Tagung und den kollegialen Austausch und danken an dieser Stelle bereits den Kolleginnen und Kollegen von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der FHWS in Würzburg für die lokale Tagungsorganisation.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. Stefan Borrmann
Prof. Dr. Barbara Thiessen

Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit
– Geschäftsstelle –
Postfach 1129
Schloßstraße 23
74370 Sersheim
Telefon: 0 70 42 / 39 48
Telefax: 0 70 42 / 83 17 45
E-Mail: dgsa@dgsainfo.de
Internet: www.dgsa.de

Call for Paper: DGSA Jahrestagung 2015

24./25.04.2015 an der FH Würzburg-Schweinfurt


Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) am 24. und 25. April 2015 zum Thema „Wirkungen Sozialer Arbeit – Potentiale und Grenzen der Evidenzbasierung für die Profession und Disziplin“

Im sich wandelnden Sozialstaat ist Soziale Arbeit seit rund zwei Jahrzehnten mit der Frage der Nachweisbarkeit von Wirkungen ihrer Arbeit konfrontiert. Zu Recht haben Klienten und Klientinnen sowie Kostenträger einen Anspruch auf wirkungsvolle Hilfeprozesse. Evidenzbasierung bedeutet, dass nachgewiesene Wirkungen die Wahl der anzuwendenden Methoden bestimmen.

Verknüpft ist dieser Zusammenhang zunehmend mit der Zuweisung finanzieller Ressourcen. Hier entsteht ein Spannungsfeld, in dem sich die wissenschaftlich fundierte Soziale Arbeit orientieren muss. Neben guten Beispielen hoch reflektierter, evidenzbasierter Sozialer Arbeit, finden sich auch Anwendungen, welche z. B. die gesellschaftlichen Kontextbedingungen ausblenden.

Mit dem Thema „Chancen und Grenzen einer Evidenzbasierung für die Profession und Disziplin Soziale Arbeit“ für die Jahrestagung 2015 wollen wir die Angemessenheit der Evidenzbasierung in der Sozialen Arbeit von verschiedenen Seiten aus diskutieren. Welche erkenntnistheoretischen Grundlagen liegen der Evidenzbasierung zu Grunde? Wie kann ein Wirkungsnachweis in den oft komplexen Handlungssituationen Sozialer Arbeit überhaupt erbracht werden? Welche gelungenen, auch internationalen Beispiele für Evidenzbasierung in Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit gibt es?

Was sind die Vorteile eines solchen Vorgehens? Was sind die Erfordernisse für angemessene Indikatoren und methodische Designs in der Wirkungsforschung? Was sind aber auch die Grenzen einer Evidenzbasierung? Welche Gefahren ergeben sich aus einer unreflektierten Anwendung oder Instrumentalisierung, z. B. im Sinne einer kurzfristigen Kosteneinsparung? Welche politisch-gesellschaftlichen Kontexte bergen das Risiko einer Instrumentalisierung? Welche kritischen Entwicklungen können sich daraus für die Praxis der Sozialen Arbeit ergeben (z. B. an internen Eigendynamiken)? Wie kann solchen Entwicklungen begegnet werden, ohne den zu Recht bestehenden Anspruch auf wirkungsvolle Hilfeprozesse und das fachliche Mandat der Sozialen Arbeit zu vernachlässigen?

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit vom 24. bis 25. April 2015 in Würzburg bietet ein Forum für die Präsentation und Diskussion empirischer, theoretischer und anwendungsorientierter Fragen und Zugänge zum Thema.

Wir möchten Interessierte herzlich einladen, sich den mit diesem Thema verbunden Fragen in der Sozialen Arbeit zu stellen. So können die Sektionen und Fachgruppen der DGSA Panels zu diesem Thema gestalten. Ebenso können Beiträge von Einzelnen (Vortrag sowie Posterpräsentation) eingereicht werden.

Vorschläge für Panels (2h inkl. Diskussion), Einzelbeiträge (20 Minuten plus Diskussion) und Posterpräsentationen sind bis zum 19.10.2014 an Prof. Dr. Barbara Thiessen (barbara.thiessen(at)haw-landshut.de) einzureichen.

Sie müssen folgende Informationen enthalten:

  • Panels
  • Verantwortliche
  • Kontaktdaten
  • Paneltitel
  • Kurzbeschreibung des Panels (600 Zeichen)
  • Referierende (nicht mehr als drei Beiträge)
  • Vortragstiteln und -beschreibung in Lang- und Kurzfassung (2000 Zeichen sowie 400 Zeichen)

Einzelbeiträge:

  • Vortragende/Vortragender
  • Kontaktdaten
  • Vortragstitel
  • Vortragsbeschreibung in Lang- und Kurzfassung (2000 Zeichen sowie 400 Zeichen)

Posterpräsentationen:

  • Präsentierende/Präsentierender
  • Kontaktdaten
  • Präsentationstitel
  • Präsentationsbeschreibung in Lang- und Kurzfassung (2000 Zeichen sowie 400 Zeichen)

Hinweis: Auch Vortragende müssen den Tagungsbeitrag entrichten; DGSA Mitglieder erhalten eine Ermäßigung.


PDF-Formular online ausfüllen und per E-Mail senden.

DGSA Jahrestagung 2014 in Köln

25./26.04.2014 an der FH Köln


Die nächste Jahrestagung findet an der FH Köln am 25. und 26. April 2014 statt.

Das Tagungsthema lautet: „Konflikte – theoretische und praktische Herausforderungen für die Soziale Arbeit“

Bitte melden Sie sich bis zum 04.04.2014 an: Anmeldeformular im Tagungsflyer.

Wir möchten insbesondere auch auf die Mitgliederversammlung der DGSA am Freitag Nachmittag hinweisen.

Leiten Sie diese Informationen gerne in Ihren Kreisen weiter – die Tagung steht allen Interessierten offen.

DGSA Jahrestagung 2014

25./26.04.2014 in Köln

 

Konflikte – theoretische und praktische Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Konflikte sind zumeist Ausdruck gegensätzlicher Interessen, Bedürfnisse, unterschiedlicher Werte, Ziele, Bedeutungen und Deutungen. Gleichwohl bilden sie ein konstitutives Element individueller und gesellschaftlicher Entwicklung. Sie können sowohl als Antriebskraft menschlicher Existenz und Anlass für Veränderungen als auch als ein Störfaktor für ein gutes Zusammenleben und soziales und individuelles Wachstum betrachtet werden. Für die Bewertung der Qualität von Konflikten und ihrer Bearbeitung sind neben den Gründen und Anlässen ihrer Entstehung, die Formen ihrer Austragung, die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Konfliktparteien und die Konfliktfolgen von Bedeutung. Ob hinter einem Konflikt objektive Gegensätze (Unvereinbarkeiten wie z. B. Interessensunterschiede) oder nur unterschiedliche Wahrnehmungen eines vermeintlichen Gegensatzes stehen, ist oft nicht genau erkennbar. In jedem Fall stellen Konflikte für die Beteiligten stets eine große Herausforderung und manchmal auch eine Überforderung dar.

Die Soziale Arbeit beschäftigt sich in besonderer Weise mit Konflikten. Bei der Entstehung und Lösung sozialer Probleme sowie bei der Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und Reichtum spielen asymmetrische Beziehungen, Machtungleichgewichte und ungleiche Zugänge zu Ressourcen eine nicht unerhebliche Rolle. Dabei vollzieht sich die Bearbeitung sozialer Probleme vor dem Hintergrund ihrer Geschichte, im Kontext subjektiver Wahrnehmungen, unterschiedlicher kommunikativer Handlungsmuster, sozialer Widersprüche und Ungleichheiten, die zu Spannungen auf verschiedenen Konfliktebenen führen können. Hier lassen sich intrapersonelle, interpersonelle – in und zwischen sozialen Systemen – unterscheiden. So muss Soziale Arbeit mit Konflikten umgehen, die sich im Rahmen der Selbstwahrnehmung ihrer Adressat_innen finden, aber auch zwischen ihren Adressat_innen und zwischen diesen und anderen gesellschaftlichen Gruppen im Gemeinwesen. Nicht zuletzt geht es um Konflikte, die in Teams und zwischen Mitarbeiter_innen und Leitung oder zwischen verschiedenen Träger_innen bzw. zwischen Träger_innen, Verwaltung und Politik bestehen.

Nicht verstandene und unbearbeitete Konflikte behindern nicht nur die alltäglichen Abläufe und die Wirksamkeit Sozialer Arbeit, Konfliktvermeidung kann letztlich zur Aufgabe einer Veränderungsperspektive führen. Von daher braucht Soziale Arbeit Wissen und Theorien über die Entstehung und Dynamik von Konflikten sowie praktische Instrumente, um Konflikte zu verstehen und bearbeiten zu können. Dazu benötigt sie eine auf ihren spezifischen Gegenstand ausgerichtete Konfliktforschung. Diese sollte sich nicht nur mit den negativen und dramatischen Auswirkungen nicht gelingender Konfliktbewältigung befassen, sondern auch gelingende Alltags- und professionelle Bewältigungsstrategien der unmittelbar Betroffenen und der politischen Akteure einbeziehen.

Der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit vom 25. bis 26. April 2014 in Köln bietet ein Forum für die Präsentation und Diskussion empirischer, theoretischer und anwendungsorientierter Fragen und Zugänge zum Thema „Konflikte und Soziale Arbeit“.

Wir möchten Interessierte herzlich einladen, sich den mit diesem Thema verbunden Fragen in der Sozialen Arbeit zu stellen. So können die Sektionen und Fachgruppen der DGSA Panels zu diesem Thema gestalten. Ebenso können Beiträge von Einzelnen eingereicht werden.

Vorschläge für Panels, Einzelbeiträge und Postersessions sind bitte bis zum 1.9. 2013 an Prof. Dr. Sabine Stövesand (sabine.stoevesand(at)haw-hamburg.de) einzureichen.

Sie sollen folgende Informationen enthalten:

  • Panelbeitrag: Verantwortliche, Thema, Kurzbeschreibung des Inhalts, Referierende (möglichst nicht mehr als drei Beiträge) mit Vortragstiteln
  • Einzelbeitrag: Name, Thema, Kurzbeschreibung des Inhalts

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit

26./27.04.2013 an der FH Frankfurt am Main


Der Vorstand und das Vorbereitungsteam laden zur Jahrestagung am 26./27.04.2013 nach Frankfurt am Main ein. Dem Thema der Tagung „Wahrnehmen, Analysieren, Intervenieren. Zugänge zu sozialen Wirklichkeiten“ werden wir aus theoretisch-methodischen sowie handlungspraktischen Perspektiven aus dem Bereich der Sozialarbeitsforschung und -praxis nachgehen.

Weitere Fragen richten Sie bitte an das Tagungsteam vor Ort unter: dgsa2013(at)gmx.de

Call for Paper: DGSA Jahrestagung 2013

26./27.04.2013 an der FH Frankfurt am Main


Call for Paper

für die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit
26./27.04.2013 an der FH Frankfurt

Wahrnehmen, Analysieren, Intervenieren. Zugänge zu sozialen Wirklichkeiten

Wie jede Profession und Disziplin ist auch Soziale Arbeit darauf angewiesen, ihren Gegenstand sachgemäß und wissenschaftsbasiert zu erfassen, zu verstehen und auf Grundlage von spezifischen Zielsetzungen, Aufträgen und normativen Handlungsstandards zu gestalten. Dies gilt für die unmittelbaren „personennahen“ Interaktionen in Bildungsangeboten oder in der Arbeit mit Individuen und Gruppen und deren Vernetzung. Es betrifft aber ebenso die „personenferneren“ Planungs- und Steuerungsprozesse in den institutionellen Hilfesystemen Sozialer Arbeit.

Qualitätsentwicklung und Interventionsplanung in der Sozialen Arbeit verweisen somit immer auf Fragen der Empirie, Theorie, Normativität, Ethik und Handlungspraxis und ihr Verhältnis zueinander. Wie kann es gelingen, psychodynamische, soziale und strukturelle Prozesse, Fremdes und Befremdliches möglichst realitätsgerecht zu registrieren, zu analysieren und geeignete Praxiskonzepte zu entwickeln? Welche Vorgehensweisen der Forschung werden den Eigensinnigkeiten der Subjekte und den sozialen Systemen – seien es die institutionellen oder auch die lebensweltlichen der Adressatinnen und Adressaten – gerecht? Welche theoretischen Konzepte tragen dazu bei, das Registrierte zu erklären? Welche Handlungsmöglichkeiten eröffnen oder verschließen Theorien? Wie werden theoretische Konzeptionen weiter entwickelt? Welche Theoriepolitiken zeigen sich dabei? Welchen Stellenwert haben auch Alltagstheorien in all diesen Vorgängen? Und schließlich: welche normativen, ethischen Standards sowie gesellschaftlichen, sozialpolitischen und wissenschaftlichen Bedingungen rahmen den Forschungskontext und Handlungshorizont Sozialer Arbeit, und welche Paradoxien, Ambiguitäten, Ambivalenzen und Konflikte beinhalten sie?

Solche und ähnliche Fragen stellen sich nicht allein für die Qualifizierung in den Studiengängen Sozialer Arbeit, sondern auch für Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit.

Darüber möchten wir im Rahmen der Jahrestagung der DGSA sprechen. Sektionen und Fachgruppen sind eingeladen, Panels zum Tagungsthema zu gestalten. Ebenso können Einzelbeiträge und Beiträge von Ad-hoc-Gruppen eingereicht werden. Die Beiträge können sowohl empirisch wie auch theoretisch ausgerichtet sein.

Vorschläge für Panels und Einzelbeiträge sind bitte einzureichen bis zum 31.10.2012 an Prof. Lena Inowlocki, Prof. Michaela Köttig, Prof. Lotte Rose und Prof. Susanne Schönborn (alle FH Frankfurt) unter dgsa2013(at)gmx.de.

Sie sollen folgende Informationen enthalten:

  • Panelbeitrag: Verantwortliche, Thema, Kurzbeschreibung des Inhalts, Referierende mit Vortragstiteln
  • Einzelbeitrag: Name, Thema, Kurzbeschreibung des Inhalts

DGSA-Jahrestagung 2011

25./26.11.2011 in der Evangelischen Hochschule Dresden

 

Diversität & Ungleichheit – Analytische Zugänge und professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit

Veranstalter:

DGSA Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Dresden

Inhalt:

Diversität und Ungleichheit sind sozialwissenschaftliche Konzepte, die seit längerem Eingang in die disziplinären und professionellen Diskurse der Sozialen Arbeit gefunden haben. Allerdings wurden sie lange Zeit vor allem in den diskriminierenden, exkludierenden und teilweise verunsichernden Dimensionen Geschlecht, sozialer Schicht und ethnischer Herkunft diskutiert. In letzter Zeit wurden diese Konzepte nun in Theorie und Praxis auch auf die darin enthaltenen Potentiale ausgeweitet, da in den kulturellen, sozialen und geschlechtlichen Unterschieden und Ungleichheiten auch Potentiale der individuellen und sozialen Emanzipation aus unbefriedigenden Lebenswirklichkeiten liegen können.

Auf der analytischen wie auf der konkreten Handlungsebene stellen sich deshalb für Profession und Disziplin spezifische Herausforderungen für das Verstehen und den Umgang mit den unterschiedlichsten Facetten von Diversität und Ungleichheit in Theorie und Praxis.

Auf der Jahrestagung möchten wir darüber diskutieren, wie sich ein produktiver Umgang mit den sich daraus ergebenden Ambivalenzen gestalten lässt und uns mit folgenden Fragen befassen:

  • Wie stellen sich Diversität und Ungleichheit in der Sozialen Arbeit empirisch dar und wie können sie theoretisch gefasst werden?
  • Welche Faktoren begünstigen oder vermindern Diversität und Ungleichheit in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit?
  • Wie ist es möglich, Verschiedenheit zu benennen ohne Zuschreibungen zu produzieren?
  • Wie kann Diversität „auf Augenhöhe“ benannt werden, ohne strukturelle Ungleichheiten und Machtverhältnisse zu ignorieren?
  • Welche methodischen Konzepte sind geeignet, sich mit diesen Problemen und Potentialen konstruktiv auseinanderzusetzen?

DGSA-Jahrestagung 2010

26./27.11.2010 in der Evangelischen Hochschule Freiburg

 

Das Ganze und seine Teile: Generalisierung und Spezialisierung Sozialer Arbeit im internationalen Maßstab

Veranstalter: 

DGSA Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Freiburg

Inhalt:

Spätestens mit der Einführung gestufter Studiengänge bei den sozialen Berufen und einer Neuordnung des Weiterbildungsmarktes bilden sich nach der Konvergenz von Sozialpädagogik und Sozialarbeit neue Formen der Spezialisierung im Handlungsfeld der Sozialen Arbeit und ihrer benachbarten Professionen heraus. So entstanden im Rahmen des Bolognaprozesses eine Vielzahl hoch spezialisierter Masterstudiengänge, bei denen eine fachwissenschaftliche Verankerung in der Sozialen Arbeit kaum noch zu erkennen ist. Felder, die beispielsweise traditionell der Kinder- und Jugendhilfe zugerechnet werden, gliedern sich aus, profilieren sich erziehungswissenschaftlich und konzentrieren sich auf Erziehungs- und Bildungsaufträge.

In anderen eher klassisch sozialarbeiterischen Handlungsfeldern bilden sich neue Schnittmengen mit dem Gesundheitsbereich oder dem Rechtssystem und profilieren sich neue Berufsgruppen – wie beispielsweise Case Management, Betreuungsmanagement, Quartiersmanagement, Beratung und klinische Sozialarbeit. Diese Entwicklung scheint mit einem Bedarf nach spezifischer ausgeprägten Handlungskompetenzen bei komplexer werdenden Problemstellungen und gleichzeitig schwindender Kohäsion informeller sozialer Systeme einherzugehen. Die traditionalen horizontalen und vertikalen Grenzen zwischen den einzelnen Berufsgruppen und innerhalb dieser werden neu gezogen. Neue Formen der Generalisierung entstehen ebenso wie neue Formen der Spezialisierung.

Obwohl dieser Prozess in Ausbildung und Praxis teilweise zu heftigen Kontroversen geführt hat, wurde dieser in der theoretischen Reflexion bisher kaum thematisiert. Für und als wissenschaftliche Fachgesellschaft stellen sich beispielsweise folgende Fragen:

  • Was sind die Gründe für die Prozesse der Ausdifferenzierung?
  • Welche Gefahren und Chancen liegen in dieser Entwicklung?
  • Welcher Forschungsbedarf besteht?
  • Welchen theoretischen Blick benötigen wir?
  • Wie lässt sich dieser Prozess sinnvoll gestalten?
  • Welche Konsequenzen hat dies für die Gestaltung der Curricula in Aus- Fort und Weiterbildung?
  • Wie sollten ein gestuftes Kerncurriculum und eine Spezialisierung zur „Fachsozialarbeit“ aussehen?

Auf unserer Jahrestagung vom 26. - 27. November 2010 an der EFH Freiburg haben wir Kollegen und Kolleginnen aus unseren deutschsprachigen Nachbarländern und Großbritannien eingeladen und möchten unsere Debatten damit in einem internationalen Kontext führen. Unterschiedliche Perspektiven und Ergebnisse sollen dann in den Sektionen und Fachgruppen sowie in gruppenübergreifenden Diskursen beleuchtet und vertieft werden. Wir erhoffen uns hieraus wesentliche Impulse für die weitere Entwicklung der Sozialen Arbeit in Theorie, Lehre, Forschung und Praxis.

DGSA-Jahrestagung 2009

27./28.11.2009 in der Hochschule für angewandte Wissenschaften München

 

Zwanzig Jahre Profilierung der Wissenschaft Sozialer Arbeit

Ein Blick zurück – ein Blick nach vorn
Jubiläumstagung der DGSA


Veranstalter:

DGSA Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Inhalt:

Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) möchten wir herzlich zum kritischen Diskurs über die Entwicklung und wissenschaftlichen Fundierung Sozialer Arbeit einladen. Die Soziale Arbeit ist immer aufs Engste mit den Problemen der Gesellschaft und ihren strukturellen Problemen und Verwerfungen verbunden. Sie ist Spiegelbild dieser sozialen Probleme und Kristallisationspunkt von noch nicht erfüllten Bedürfnissen und Hoffnungen über ein besseres und gerechteres Leben zugleich. Die DGSA beschäftigt sich seit ihrer Gründung unter den unterschiedlichsten Perspektiven mit daraus resultierenden Fragestellungen für Theorie und Praxis. So beschäftigen sich Gruppen mit der Frage nach den Aufgaben und Anforderungen für die Theorieentwicklung oder die Forschung Sozialer Arbeit. Andere fragen nach der Bedeutung ethischer, sozialpolitischer und sozialwirtschaftlicher Grundlagen und Implikationen oder sie beschäftigen sich mit den disziplinären und professionellen Herausforderungen in spezifischen Handlungsfeldern wie beispielsweise der Gemeinwesenarbeit, dem Case Management, der Klinischen Sozialarbeit und auch der Ausbildung.

Am ersten Tag werden sich nach einleitenden Grußworten Prof. Dr. C. Wolfgang Müller und Prof. Dr. Peter Sommerfeld (SGSA) zu den Entwicklungsperspektiven und -Anforderungen der Sozialen Arbeit in Wissenschaft und Praxis positionieren. Anschließend wollen wir unser Jubiläum ein wenig feiern sowie die bisherige Arbeit und deren Repräsentanten in einem feierlichen Rahmen würdigen.

Die Sektionen und Fachgruppen der DGSA werden sich dann am nächsten Tag aus ihrer spezifischen Perspektive mit besonderen Fragestellungen der bisherigen Arbeit und zukünftigen Arbeitsperspektiven befassen. Zu diesen als Panels bezeichneten Arbeitsgruppen sind die Mitglieder der Gruppen ebenso eingeladen wie an deren Arbeit interessierte Kollegen und Kolleginnen aus Wissenschaft, Ausbildung und Praxis. Vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte und Erfahrungen arbeiten die Gruppen zu den folgenden zentralen Fragen:

  • Welche Bedeutung haben meta-theoretische und handlungstheoretisch-methodische Traditionen?
  • Wie hat sich die Forschung entwickelt und welchen Stellenwert hat sie für die Theorieentwicklung und die Praxis?
  • Wie gestalten sich die Beziehungen zu den alten und neuen Grundlagen-/Bezugswissenschaften bzw. zu benachbarten Handlungswissenschaften?
  • Welche Formen der Differenzierung, Spezialisierung (Fachsozialarbeit) und Generalisierung haben sich entwickelt?
  • Welche neuen Wege eröffnen sich im Zuge des Bologna-Prozesses?

Unterschiedliche Perspektiven und Ergebnisse sollen dann in einem gruppenübergreifenden Diskurs beleuchtet und vertieft werden. Wir erhoffen uns hieraus wesentliche Impulse für die weitere Entwicklung der Wissenschaft Soziale Arbeit und ihrer Bedeutung für Theorie und Praxis.